08.08.2017
Branchen Radar

Preiswettbewerb bei Wohnraumlüftungen

Im Jahr 2016 sanken die Umsätze bei Lüftungen für Wohnräume rasant. Der Wettbewerb wird immer häufiger über den Preis geführt – diese Entwicklung zeigen aktuelle Daten von Branchen Radar.

In den letzten zwei Jahren nahm die Nachfrage an Lüftungsgeräten stetig ab, Verteilungskämpfe zwischen Unternehmen waren das Ergebnis. Die Folgen spiegelt sich im Preis wieder, im letzten Jahr sanken die Herstellerumsätze um 6,8 Prozent. Das entspricht einem Wertschöpfungsverlust von rund 3,7 Millionen Euro. Betroffen waren alle Produktgruppen, ausgenommen die Außenwandgeräte, diese bewegen sich bei 3,9 Millionen Euro.

Am stärksten war der Rückgang bei zentrale Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung zu verzeichnen. Das minus lag bei 16,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz der wiederkehrenden Nachfrage von dezentralen Systeme bei Geschoßwohnungen, sank auch hier die Nachfrage um zwei Prozent. Ebenfalls rückläufig mit einem Minus von 5,4 Prozent war der Handel mit Kompaktgeräten.

Der Grund für dieses Minus ist die sinkende Installationsquote, als Resultat der Förderungspolitik, die oftmals den Einbau von Wohnraumlüftungen mit Wärmerückgewinnung nicht zwingend vorsieht. Besonders im Geschoßwohnbau steht die Wohnraumlüftung daher stark in Bedrängnis. Im Jahr 2016 sank die Installationsquote um fünf Prozent. 

 

Marktentwicklung Wohnraumlüftungen total in Österreich | Herstellerumsatz in Mio. Euro

Bild: Branchenradar Wohnraumlüftungen in Österreich 2017

 

www.branchenradar.com