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31.03.2009
Lamilux
Industriebau als Modell für EnergiemanagementErneut findet eine Großinvestition der Lamilux Heinrich Strunz GmbH an ihrem Heimatstandort Rehau einen erfolgreichen Abschluss: Eine für sieben Millionen Euro errichtete neue Fertigungsstätte für Lichtkuppeln hat ihre Produktion aufgenommen. Durch unsere Gesamtinvestitionen in den vergangenen zwei Jahren in Höhe von 17 Mio € haben wir 135 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen können“, betonte Lamilux-Geschäftsführer Dr. Heinrich Strunz bei der offiziellen Inbetriebnahme des Werkes im Beisein der bayerischen Wirtschaftsministerin Emilia Müller. Erst 2006 ist eine für 10 Mio. € gebaute Flachbahnanlage für die Herstellung faserverstärkter Kunststoffe in Betrieb gegangen.
Optimierte ProzessabläufeLamilux setzt mit den immensen Investitionen in neue Fertigungs- und Umwelttechnologien eine Modernisierung seiner Produktion um. „Durch die kompakte Form des Gebäudes mit seinen ‚kurzen Wegen’ und einer neuen Anordnung der einzelnen Herstellungsstufen haben wir unsere Produk-tionsabläufe und die gesamten Prozesse optimiert“, erklärt Ernst-Thomas Reuther, Produktionsleiter im Unternehmensbereich Lamilux-Tageslichtelemente. „Darüber hinaus haben wir hier ein Modell für eine höchst energieeffiziente Gebäudehülle geschaffen“, so Reuther weiter. Diese neue Halle sei ein „Showroom“, der aufzeige, wie sich mit Hilfe von Lamilux-Tageslichtsystemen – Lichtkuppeln, Lichtbänder und Glasdachkonstruktionen – Energie geschickt managen lässt. „Wir haben hier unsere technologische Ausrichtung und unsere Marktoffensive‚ CI-Energy – mit Tageslichtsystemen Energie managen’ vollständig in einem Musterbau umgesetzt.“ „Showroom“ der MöglichkeitenDurch die vielen und sehr unterschiedlichen Tageslichtelemente im Dach erzeuge man im Halleninneren einen Tageslichteintrag von bis zu 1.000 Lux. Dies ermögliche, zu einem großen Teil auf die Zuschaltung von künstlicher Beleuchtung verzichten zu können. Produktionsleiter Reuther: „Das spart natürlich enorm viel Energie.“ Darüber hinaus verfüge die Halle über eine tageslichtabhängige Steuerung, die das Zuschalten des Kunstlichts energieeffizient automatisiere. „Allein durch den hohen Tageslichteintrag und die Steuerung sparen wir in diesem Gebäude jährlich 27 t CO2 ein.“ Außerdem wurden in Glasdachkonstruktionen Photovoltaikanlagen integriert. So erzeuge man in der neuen Produktionshalle einen Teil seines Stroms selbst.
Modernste Technologie – umweltfreundlichWie umweltfreundlich und energiebewusst heute produziert werden kann, zeigt sich auch durch den Einbau einer technisch höchst aufwendigen Abluftreinigungsanlage. Mit dieser Einrichtung kann die lösungsmittelhaltige Abluft, die bei der Produktion von Aufsatzkränzen entsteht, direkt abgesaugt und einem Nachverbrennungsvorgang zugeführt werden. „Die dabei entstehende Wärme, also Energie, können wir nutzen, in dem wir sie wieder in das Heizsystem der Halle einspeisen“, erläutert Helmut Kortschak, Betriebstechnikleiter bei Lamilux. „Das bedeutet, dass bis zu einer Außentemperatur von –5° C unsere eigene gewonnene Energie für das Betreiben der Heizung ausreicht.“ Erst wenn es kälter werde, müsse man auf Fremdenergie zurückgreifen. „Pro Jahr verringern wir mit der Anlage den CO2-Ausstoß um 180 t und können unsere Energiekosten um 75.000.- € senken.“
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