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09.05.2011
VÖK
Heizungsabsatz 2010 rückläufigDer Rückgang bei Heizungsmodernisierungen im Jahr 2010 könnte heuer durch die hohen Ölpreise gestoppt werden. Für eine deutliche Steigerung brauchen die Heizungsbetreiber klare finanzielle Anreize. Zeigt sich der PKW-Markt von Förderungen völlig unbeeindruckt – 2010 wurden ohne Förderung mehr Autos verkauft als im Vorjahr mit Förderung – stellt dich die Situation im Heizungsmarkt völlig anders dar: Aufgrund langjähriger Übung sind Förderungen beinahe schon Voraussetzung für den geplanten Ersatz alter Anlagen. Der Wegfall des Sanierungsschecks macht dies deutlich sichtbar: Ein Rückgang des Absatzes von Heizungsanlagen für feste Brennstoffe um 14% gegenüber 2010. Der sich im 1. Halbjahr 2010 abzeichnende starke Rückgang der Wärmepumpe konnte im 2. Halbjahr zwar teilweise ausgeglichen werden – die verminderte Neubautätigkeit im Ein- und Zweifamilienhaussektor schlug aber dennoch mit einem Minus von 8% zu Buche. Konträr die Entwicklung im Bereich thermischer Solaranlagen: Der negative Trend des 1. Halbjahres wurde im 2. Halbjahr nochmals deutlich verstärkt, sodass insgesamt ein Rückgang von mehr als 20% verkaufter Kollektorfläche zu verzeichnen ist. Konstant gegenüber dem Vorjahr entwickelte sich der Absatz für Heizanlagen für flüssige und gasförmige Brennstoffe. Getrieben vom hohen Ölpreis stellt sich das 1. Quartal des laufenden Jahres in fast allen Sektoren positiv dar. Um die gewünschte Verdreifachung der Modernisierungsrate zu erzielen, bedarf es jedoch noch klarer Anreize: So begrüßenswert die einfache Abwicklung und der Direktzuschusses im Rahmen des Sanierungsschecks sind, so unverständlicher ist, dass die Sanierung der Heizung nur gemeinsam mit einer Sanierung der Außenhülle Gnade vor den Augen der Förderstelle findet. Auf der anderen Seite werden luftdichte Fenster gefördert, ohne dass gleichzeitig eine raumluftunabhängige Heizung eingebaut bzw. vorhanden sein muss. Elisabeth Berger, Vertreterin der Heizungsindustrie (VÖK), gibt die Hoffnung nicht auf, dass diese „Schönheitsfehler“ noch korrigiert werden und die Mittel für die kommenden Jahre noch deutlich aufgestockt werden, damit der Sanierungsscheck ein noch wirksameres Instrument zur Erneuerung des Altbestandes an Heizungsanlagen wird. |
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